Globaler Klimastreik am 23. September 2022 – Gemeinsame Pressemitteilung von Hum Hain Pakistan e.V., dem Flüchtlingsrat RLP e.V. und civi kune RLP

Am Freitag, den 23. September 2022 ist globaler Klimastreik und zahlreiche Gruppen haben bereits angekündigt, dem Aufruf von Fridays for Future unter dem Motto #PeopleNotProfit zu folgen. Auch wenn die Organisationen unterschiedliche Schwerpunkte haben, eint sie der Gedanke: Klimaschutz darf keine Nebensache mehr sein!


Auch das Thema Flucht und Migration ist in Bezug auf Klimawandel nicht mehr wegzudenken, denn Menschen müssen fliehen, da die unmittelbaren Folgen der Klimaveränderungen ihre Lebensgrundlage bedrohen oder vernichten. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Deutschland durch lange Trockenzeiten und vernichtende Überschwemmungen spürbar.

Was das bedeutet ist allen klar: Die Bedrohung der eigenen Lebensgrundlage, den Verlust vom Zuhause oder im schlimmsten Fall von Menschenleben. Doch betrifft das in der Bundesrepublik zurzeit nur wenige Menschen und es gibt Ressourcen zum Ausgleich. In anderen Regionen dieser Welt ist die Klimakatastrophe schon längst bittere Realität:

Somalia kämpft derzeit mit der schwersten Dürre seit 40 Jahren. Die UN hat vor einer unmittelbar bevorstehenden humanitären Notlage gewarnt. Laut Tagesschau haben rund 7,8 Millionen Menschen also fast die Hälfte der Bevölkerung nicht ausreichend zu essen.

Pakistan erlebt zurzeit eine Jahrhundertflut und dennoch wird weiter dorthin abgeschoben. Durch die Überflutung sind große Teile des Landes unbewohnbar, es drohen Seuchen, es fehlen Lebensmittel und sauberes Wasser.

Samar Khan von Hum Hain Pakistan e.V. fügt hinzu: „Das Land Pakistan ist mit seinen 800.000 km² über 60% überschwemmt. Das entspricht weit mehr als der bundesdeutschen Gesamtfläche, die lediglich 350.000 km² groß ist. Es sind neue Landschaften entstanden. Die Bilder der neuen Wasserlandschaften sind ernstzunehmende Signale. Durch die große humanitäre Katastrophe muss sofort gehandelt werden. Es herrscht ein Chaos in Pakistan.“

Wir müssen unsere Solidarität auf alle Leidtragenden der Folgen des Klimawandels erweitern. Deshalb sind Abschiebungen in diese Länder unbedingt auszusetzen und es gilt jetzt, dauerhafte Bleibeperspektiven für die Schutzsuchenden hier zu schaffen.“ so Pierrette Onangolo vom Flüchtlingsrat RLP e.V. Abschiebungen in ein Katastrophengebiet widersprechen jeder Idee von Humanität, da es keinerlei Grundlage für einen Neustart der Abgeschobene gibt.

Wir fordern die politischen Entscheidungsträger:innen in Rheinland-Pfalz dazu auf, sich konkret für den Klimaschutz und den Schutz der Menschen, die vor dem Klimawandel fliehen, einzusetzen. Wir verweisen dabei auf die Forderungen von Fridays for Future und unterstützen diese.


Die Verfasser:innen:

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Für Rückfragen wendet Euch an: info@fluechtlingsrat-rlp.de oder 06131 4924734


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