Bürgerschaftliches Engagement entsteht größtenteils in den Kommunen und stärkt dort Demokratie und Zusammenleben. Um dessen Förderung strategisch weiterzuentwickeln, hat die Arbeitsgruppe »Kommune und Engagement« des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) die Checkliste »Kommunale Engagementpolitik« veröffentlicht. Die rund 30-seitige Publikation bietet Prüffragen zur Bestandsaufnahme, Anregungen zur Weiterentwicklung lokaler Engagementstrategien und Hilfen für Wahlprüfsteine. Ein ergänzender Tabellenteil steht auf der BBE-Website auch als bearbeitbare Word-Version bereit.
Die »Checkliste Kommunale Engagementpolitik« richtet sich an Kommunen, Politik, Vereine, Stiftungen und andere Organisationen, die sich für eine gute und durchdachte Förderung von bürgerschaftlichem Engagement einsetzen wollen. Sie kann vielseitig genutzt werden – zum Beispiel zur Selbsteinschätzung, um zu sehen, wo eine Kommune in Sachen Engagementförderung gerade steht, als Analyseinstrument, um passende politische Initiativen zu entwickeln, oder auch als Grundlage für Wahlprüfsteine vor Kommunalwahlen.
Entwickelt wurde die Checkliste von der Arbeitsgruppe »Kommune und Engagement« im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und basiert auf den Erfahrungen vieler Fachleute aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Stiftungen. Bürgerschaftliches Engagement findet zu etwa 80 % auf kommunaler Ebene statt und ist dort besonders wichtig: es stärkt das Gemeinschaftsgefühl, fördert die lokale Demokratie und trägt zu einem guten Lebensumfeld bei. Damit das gelingt, braucht es langfristige Strukturen, Strategien und eine enge Verzahnung von Demokratie, Bürgerbeteiligung und Engagement.
Die Checkliste soll Kommunalpolitik und Verwaltung ermutigen, Engagementförderung als festen Bestandteil der Stadtentwicklung zu sehen und entsprechend ernst zu nehmen. Gleichzeitig richtet sie sich auch an Vereine, Unternehmen und andere gesellschaftliche Akteure, die damit ihre eigenen Beiträge reflektieren können. Sie kann außerdem als Grundlage dienen, um Parteien im Vorfeld von Kommunalwahlen dazu zu bringen, das Thema Engagementförderung in ihre Programme aufzunehmen, oder um Kandidierende direkt danach zu befragen.
